Slinky Springs to Fame

Slinky Springs to Fame © H. Kather & B. Papenfuß

ADFC Marl "Radtour vom 13.05.2022"

 

Eine 75 km lange, schwere Fahrradtour zur "Slinky Springs to Fame"

Tourenleiter: Heike Kather

 

Radtourenbericht von der Radtour zur „Slinky Springs to Fame"

Ohne Jacke geht es noch nicht, und es ist windig, aber trocken.

Heute wollen wir nach Oberhausen radeln und auf der Slinky Springs to Fame (auch Rehberger Brücke genannt) den Rhein-Herne-Kanal überqueren.

Vor dem Start gibt es ein kleines Spielchen mit dem Spielzeug „Slinky“ (bedeutet geschmeidig), welches den Frankfurter Künstler Tobias Rehberger inspiriert hat, die außergewöhnliche Brücke zu entwerfen. Slinky wurde bereits 1945 von dem Ingenieur Richard James, welcher Federn für die Schifffahrt entwickelte, fast zufällig erfunden, als er eine der Federn umstieß. Seit 2011 führt Slinky Springs to Fame über den Rhein-Herne-Kanal rüber zur Emscherinsel. Die Brücke ähnelt einem über das Wasser geworfenen Seil: leicht, wild und unregelmäßig. Die schwingende Spiralbrücke – daher auch der von der laufenden Feder "Slinky" inspirierte Name – umfasst 496 Aluminiumbögen. Zur Überwindung des 50 Meter breiten Kanals ranken sich in einer Höhe von zehn Metern an beiden Seiten lange Rampen in Kehren und Schleifen ohne Treppen in die Höhe und lassen das Bauwerk zu einer Länge von 406 Meter anwachsen.

An Polsum, Hassel (Wasserburg Lüttinghof) und Scholven vorbei radeln wir nach Gladbeck Zweckel. Dort am Rand vorbei und durch Schultendorf. Ab dann können wir Grünzügen und Uferwegen folgen, zunächst am Haarbach, später dem Kirchschemmbach folgend. So gelangen wir, vorbei an den Halden Ellinghorst und Rheinbaben nach Bottrop Eigen. Wir radeln durch den Stadtgarten und später den Revierpark Vonderort und kommen dann in den Olgapark. Hier pausieren wir kurz an der Aussichtsplattform, welche einige Mitradler mutig besteigen. Nun müssen wir ein Stück an der Straße entlang radeln und überqueren entlang des Autobahnzubringers die A42 und die Emscher. Vor dem Kanal fahren wir dann hinunter und sehen die interessante Brücke bereits vor uns.

Vor der Brücke bekommen wir von einem der Teilnehmer, welcher bei der Eröffnung mit dem Künstler dabei war, noch sehr interessante Details erklärt. Anschließend schieben wir die Räder über die federnde Brücke mit dem weichen Belag.

Da niemand in die Ausstellung im kleinen Schloss gehen möchte, pausieren wir ein wenig an dem Imbiss und stärken uns, auch wenn wegen des Personalmangels die Wartezeit etwas länger ist.

Der Rückweg führt uns vorbei am Centro, dem „Zauberlehrling“, Haus Ripshorst und der Burg Vondern. Dann queren wir die A42 und die Emscher und folgen dem Rhein-Herne-Kanal bis zum Berne-Park. Ab dort radeln wir ein Stück den Emscher-Weg entlang. Danach fahren wir durch Batenbrock, Boy und Gladbeck nach Buer-Nord. Anschließend geht es um Hassel herum und durch Bertlich und den Telgenbusch zurück nach Marl.

Zwar gab es leider unterwegs keinen Kuchen, aber dafür viel zu sehen, Informationen und nette Gespräche.

Text: Heike Kather

Bilder: Heike Kather & Bernd Papenfuß

 

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