0 Zeche Ewald

ehem. Zeche Ewald! © H. Kather & B. Papenfuß

ADFC Marl "Radtour vom 05.02.2022

 

Eine 35 km lange, leichte Fahrradtour "zur ehem. Zeche Ewald"

Tourenleiterin: Heike Kather

 

Radtourenbericht von der Radtour „zur ehem. Zeche Ewald"

Heute ist eine eher kurze, aber nicht ganz einfache Tour zum im März 2000 stillgelegten Bergwerk Ewald geplant.

Erstaunlicherweise ist der heutige Tag wiederum einer der wenigen ohne Regen. Diese Tatsache sorgt für witzige Diskussionen und gute Laune am Startpunkt. Da der Frühling jedoch noch weit entfernt ist, weht uns bereits auf den ersten Kilometern ein eisiger Wind entgegen. Wir verlassen Marl über die Erzschacht-Bahntrasse und den Wellerfeldweg und radeln dann zunächst durch die Ried. Weiter geht es am Rand von Scherlebeck und Disteln vorbei über die Bergstraße auf die „Allee des Wandels“. Dort machen wir eine kurze Pause und radeln dann weiter bis zur Marpestraße, wo wir die Trasse Richtung Hof Godde verlassen und auf kleinen Stadtstraßen und später Wirtschaftswegen nach Stuckenbusch gelangen. Hier fahren wir am Rand entlang und haben bereits unser erstes Teilziel, die Halde Hoheward im Blick. Nachdem wir unter der A2 hindurch gefahren sind gelangen wir schnell zum „Handweiser“. Dort erfolgt dann vor der Auffahrt auf den Balkonweg der erste „Erklärungsstopp“ (von hoffentlich nicht zu vielen). 180 Millionen Tonnen Bergematerial wurden zum mit 151 m über NN (ca. 102 – 111 über dem umliegenden Gelände) dritthöchsten Halde (oder korrekt Landschaftsbauwerk) im Ruhrgebiet aufgeschüttet und umfasst 170 ha. Der gesamte Landschaftspark Hoheward hat zusammen mit der Halde Hoppenbruch und dem Freizeitpark Hochlarmark eine Fläche 220 ha und ist somit die größte Haldenlandschaft Europas.

Nun geht es bergauf zur auf halber Höhe angelegten Balkonpromenade, welche viele tolle Ausblicke auf die Umgebung bietet. Wegen des schönen Wetters ist die Balkonpromenade heute gut besucht.  An einigen der Balkone halten wir erneut und schauen und sprechen über die Aussicht. Als erstes können wir einen Blick auf die Tunnelröhre werfen, welche für die Zechenbahn errichtet wurde, damit die Halden Ewald und Hoheward zusammengelegt und das Gebiet dazwischen (auch die Siedlung an der Hohewardstraße) überbaut werden konnte. Demnächst führt laut Plan wohl ein Radweg durch den Tunnel. Im weiteren Verlauf schauen wir uns die Drachenbrücke und den Schacht Recklinghausen 2, liebevoll „Klärchen“ genannt, sowie später das RZR und dann endlich auch unser Ziel, die Zeche Ewald von oben an. Über die Straße lassen wir uns wieder hinunter rollen zum Gelände des ehemaligen Bergwerks, auf welchem aktuell ca. 20 Unternehmen mit 1200 Mitarbeitern angesiedelt sind, unter anderem das Wasserstoffkompetenzzentrum und das Revuetheater. Der größte Teil des Geländes gehört der Motorworld, welche Raum und Organisation von Veranstaltungen anbietet.

Außerdem gibt es hier das bekannte und beliebte Ewald Cafe von Spiekermann, in welchem nach einem Rundkurs über das Gelände ein Teil der Radgruppe sich mit Kaffee und Kuchen stärkt.

Danach ist es auch Zeit für den Rückweg, welcher uns zunächst durch den Hertener Schlosspark führt. Dann radeln wir ein Stück den Ebbelicher Weg entlang, biegen auf die Talstraße ab, die uns nochmals zu einem schönen Aussichtspunkt hinauf führt. Über Mühlenstraße, Feldstraße und Langenbochumer Straße gelangen wir dann wieder zurück zum Stadtkern Marl.

Es ist sehr erfreulich, dass sich für diese Radtour mitten im Winter etliche „neue“ Mitfahrer angemeldet haben und mit ihrer guten Stimmung auch zu einem positiven Gruppenerlebnis beigetragen haben.

Text und Bilder: Heike Kather & Bernd Papenfuß

 

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https://marl.adfc.de/artikel/adfc-marl-radtour-vom-05022022

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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