
Café Extrablatt Herne © ADFC Heike Kather
ADFC Marl Radtour vom 07.03.2025 "Extrablatt Herne"
Eine 50 km lange, mittelschwere Radtour zum Café Extrablatt in Herne
Tourenleiterin: Heike Kather
Tourenbericht von der Radtour „Extrablatt Herne“
Seit einigen Tagen gehen eisige Nächte über in sonnige und warme Tage. Es herrscht einfach herrliches Vorfrühlingswetter. Daher macht es auch wieder Spaß, gemeinsam mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Es treffen sich 16 gut gelaunte TeilnehmerInnen, nicht nur aus Marl am Revolver.
Die Regenbekleidung kann daheim bleiben und auch die Waldwege sind nicht mehr so matschig. Allerdings gibt es hier teilweise noch tiefe Spuren der Fahrzeuge, die für die leider zahlreichen Baumfällungen und die Holzabfuhr eingesetzt waren. Daher führt unsere heutige Tour auch nicht, wie ursprünglich vorgesehen durch den Telgenbusch.
Wir starten in Richtung Busbahnhof und gelangen durch den Tunnel auf die Willy-Brandt-Allee. Hier sind ja inzwischen wieder die Radwege zu benutzen, da die Weiterführung des Verkehrsversuchs „Reallabor“ am Einspruch des Feuerwehr-Leiters gescheitert ist.
Vorbei an der Willy-Brandt-Gesamtschule gelangen wir auf die Feldstraße und durch das Mühlenviertel nach Paschenberg. An der höchsten Stelle des Talweg mit der doch recht schönen Aussicht machen wir eine kurze Trinkpause und radeln dann weiter zum Schlosspark Herten, der erst 1982 nach Instandsetzung durch die Stadt Herten für die Öffentlichkeit freigegeben wurde. An einer markanten Stelle der „Kunstachse Burgenland“ halten wir ebenfalls noch einmal an bevor es weiter geht zur ehemaligen Zeche Ewald.
Nach einer erneuten kurzen Pause am Besucherzentrum fahren wir durch den AktivLinearPark nach Recklinghausen. Ein Teil des Emscherweges ist dort noch gesperrt, sodass wir auf der Hochlarmarckstraße die Bahngleise überqueren müssen. Allerdings haben wir Glück und müssen nur den Zug aus einer Richtung abwarten. Ein kleines Stück geht es nun an der Emscher entlang. Am Strommuseum überqueren wir Kanal und Emscher und gelangen von dort nach Herne in den Park um Schloss Strünkede. Nach einer kurzen Fotopause radeln wir weiter, vorbei am Bahnhof Herne in die Fußgängerzone und auf einem kleinen Umweg zu U-Bahn-Station „Herne-Mitte“, wo sich auch unser Ziel, das Café Extrablatt befindet. Wegen des herrlich warmen Wetters nehmen wir nicht die reservierten Innenplätze in Anspruch, sondern setzen uns etwas sonnengeschützt im Außenbereich hin.
Wir werden schnell bedient und können uns stärken und unterhalten. Schließlich wird es Zeit, den Heimweg anzutreten. Ein Stück müssen wir zunächst noch durch die Stadt. Nachdem wir dann jedoch am Ostfriedhof die Bahngleise (wo sich eine Baustelle befindet) unterquert haben, gelangen wir schnell auf die erste der fünf ehemaligen Bahntrassen, „Friedrich der Große“. Dieser folgen wir bis zu den ausgedehnten Hallen der Firma Dachser, welche sich direkt am Herner Meer befinden mit Blick auf das Kunstwerk von Bogomir Ecker. Das dreiteilige Ensemble mit dem zunächst kryptischen Titel reemrenreh (kaum Gesang) entwarf der Künstler zur „Emscherkunst 2010“ und platzierte es direkt im Wasser
- emscherkunstweg.de/kunstwerk/reemrenreh-kaum-gesang/-.
Von dort überqueren wir die Herner Schleuse und gelangen auf die zweite Bahntrasse (König-Ludwig-Trasse; KLT).
Nach der Überquerung der Emscher verlassen wir diese jedoch bereits wieder und radeln durch Röllinghausen und Ortloh. Durch Hillen fahren wir nun zur Castroper Straße und von dort auf die Bahntrasse Nummer drei, die General-Blumenthal-Trasse. Diese führt und im weiteren Verlauf auf die „Allee des Wandels“ (Trasse 4 der heutigen Tour). Dieser folgen wir bis zur Marpestraße und erreichen nach der etwas steilen Auffahrt Herten-Scherlebeck.
Weiter geht es durch die Ried und später die Matena nach Marl zurück. Auch hier haben wir noch eine Bahntrasse im Angebot; die ehemalige Erzbahn. Von dort radeln wir über die Bergstraße zurück zum Citysee.
Mit den vielen netten Teilnehmern hat die Tour viel Spaß gemacht. Glücklicherweise hat es auch keine Pannen oder Zwischenfälle gegeben. Danke an alle lieben TeilnehmerInnen und besonders an den Schlussfahrer Stevan!
H.K.